Neue Zahlen zum Wanderungssaldo

»Im zweiten Corona-Jahr 2021 sind rund 329 000 Personen mehr nach Deutschland zugezogen als aus Deutschland fortgezogen. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem es rund 220 000 mehr Zu- als Fortzüge gab, fiel der Wanderungsüberschuss 2021 damit deutlich höher aus«, berichtet das Statistische Bundesamt am 28. Juni 2022 unter der Überschrift Migration 2021: 329 000 Personen mehr zu- als abgewandert. Die Nettozuwanderung über die Grenzen Deutschlands ist 2021 damit nach dem Rückgang im Vorjahr wieder gestiegen und näherte sich dem Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie an (2019: 327 000).

»Im Jahr 2021 gab es rund 1 323 000 Zuzüge und 994 000 Fortzüge über die Grenzen Deutschlands. Im Vorjahr wurden noch rund 1 187 000 Zuzüge und 966 000 Fortzüge registriert. Damit waren im Jahr 2021 rund 12 % mehr Personen zu- und 3 % mehr fortgezogen als 2020. Im Vergleich zu 2019 lagen die Wanderungen 2021 unterhalb des Niveaus von vor der Corona-Pandemie: So war die Zahl der Zuzüge 2021 um 15 % und die Zahl der Fortzüge um 19 % geringer als 2019.

2021 wanderten rund 1 140 000 Ausländerinnen und Ausländer nach Deutschland ein (2020: 995 000, 2019: 1 346 000). Demgegenüber wurden wie im Vorjahr 746 000 Fortzüge von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit verzeichnet (2019: 961 000).

Die höchsten Wanderungsüberschüsse ausländischer Personen aus Europa wurden 2021 mit Zuwanderung aus Rumänien (+36 000 Personen), der Türkei (+19 000 Personen) und Bulgarien (+18 000 Personen) verzeichnet.

Unter den asiatischen Staaten war die Nettozuwanderung ausländischer Personen aus Syrien (+41 000 Personen) und Afghanistan (+31 000 Personen) am höchsten.«

Und wie sieht es mit den Wanderungen der Deutschen aus?

»Bei Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit ist seit 2004 stets eine Nettoabwanderung festzustellen. 2021 betrug der Abwanderungsverlust deutscher Staatsbürgerinnen und Staatsbürger gegenüber dem Ausland 64 000 Personen. Die Schweiz, Österreich und die Vereinigten Staaten waren dabei wie in den Vorjahren die Hauptzielländer. Es zogen 17 000 Deutsche in die Schweiz, 11 000 nach Österreich und 8 000 in die USA.«