2021 wurde so viele Kinder zur Welt gebracht wie zuletzt vor 25 Jahren. Ein Rekord. Und dann das: Höchstes „Geburtendefizit“ seit Ende des Zweiten Weltkriegs

Schaut man sich die vorläufigen Geburtenzahlen für das Jahr 2021 an, dann muss man feststellen: Seit langem wurden nicht so viele Kinder zur Welt gebracht wie im vergangenen Jahr. 1997 gab es das letzte Mal etwas mehr lebendgeborene Kinder als 2021. Es geht aufwärts mit den Geburtenzahlen:

Dann aber wird man mit so einer Meldung konfrontiert, parallel zur Veröffentlichung der vorläufigen Geburtenzahlen für 2021: Trotz gestiegener Kinderzahl: Höchstes „Geburtendefizit“ seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Was soll das denn, wird sich der eine oder andere fragen. Eine Rekord-Defizit? Wie passt das zusammen?

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Wie bestellt: Eine neue Ausgabe der „Informationen zur politischen Bildung“ zu unserem Themenschwerpunkt „Demografischer Wandel“

Sie haben eine Menge gehört, gelesen und lernen dürfen zum Thema demografische Entwicklung und das immer mit Blick auf die Auswirkungen auf so gut wie alle Bereiche der Sozialpolitik. Wir werden das jetzt weiter vertiefen anhand der besonderen Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt.

Da passt es punktgenau, dass die Bundeszentrale für politische Bildung diese Tage ein ganzes Heft aus der Reihe „Infomationen zur politischen Bildung“ veröffentlicht hat, das sich mit dem demografischen Wandel beschäftigt:

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Vom „Fallbeil“ für Mütter, den Einkommensunterschieden zwischen Männern und Frauen und dem Rollenmodell des Sozialstaates in Deutschland

Erinnern Sie sich noch an meinen Blog-Beitrag Die Geburt eines Kindes als „Fallbeil“? vom 18. April? Dort hatte ich Ihnen berichtet, dass eine Studie verglichen hat, wie sich die Gehälter von Frauen und Männern nach der Geburt des ersten Kindes in verschiedenen Ländern entwickeln. Die Studienautoren haben dafür Daten aus Österreich, Deutschland, Schweden, Dänemark, Großbritannien und den USA analysiert. Eine Geburt bedeutet in jedem dieser Länder für Frauen, dass sie in den Folgejahren weniger verdienen. Wobei es enorme Unterschiede gibt. Selbst zehn Jahre nach der Geburt des ersten Kindes liegt das Erwerbseinkommen von Frauen in Österreich im Schnitt um 51 Prozent unter dem Wert ein Jahr vor der Geburt. In Deutschland beträgt die Differenz 61 Prozent. In beiden Ländern erleiden dagegen Männer gar keine Einbußen. In allen anderen Ländern sind die Verluste von Frauen deutlich geringer: In Schweden liegt das Einkommen einer Frau zehn Jahre nach der Geburt um 27 Prozent unter dem Wert im Jahr davor. In Dänemark sind es 21 Prozent.

Nun gibt es eine weitere und neue Studie, die sich mit den Einkommensunterschieden zwischen Männern und Frauen beschäftigt hat.

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Wie sieht es aus mit dem dritten Bestimmungsfaktor der demografischen Entwicklung? Einige Anmerkungen zum Wanderungssaldo

Wir haben ja schon in der Veranstaltung einen Blick auf die langfristige Entwicklung des Wanderungssaldos von 1950 bis 2019, dem Jahr vor der Corona-Krise, geworfen:

Anmerkung: Zahlen bis 1990: früheres Bundesgebiet; ab 1991: Deutschland

Wenn man sich den Verlauf des Wanderungsgeschehens seit 1991 anschaut, dann wird erkennbar, dass es sich bei den Wanderungen sicherlich um die am schwierigsten vorhersagbare Komponente handelt. Die Schwankungen sind doch erheblich.

Die großen Zuwanderungswellen wie auch die vier Einbrüche im Sinne eines negativen Wanderungssaldos hatten wir in der Veranstaltung besprochen. Aber schauen wir genauer auf den aktuellen Rand der Entwicklung.

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Bestimmungsfaktoren der demografischen Entwicklung: Von den unterschiedlichen Lebenserwartungen und der Frage, ob die Corona-Pandemie die statistische Lebenserwartung verkürzt (hat)

Wir hatten bereits bei der Behandlung „der“ Geburtenrate gesehen, dass das gar nicht so simpel ist, wie man meinen könnte. Festzuhalten bleibt, dass es unterschiedliche Geburtenraten gibt, die Sie kennen gelernt haben. Und auch beim zweiten großen Einflussfaktor auf die demografische Entwicklung, der Lebenserwartung, wurde es dann durchaus etwas komplizierter, vor allem bei der Besprechung der unterschiedlichen Formen der Sterbetafeln.

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Von einem alternden Europa und was China mit dem Thema Geburtenrate (und deren sozialpolitische Auswirkungen) zu tun hat

Ich hatte in der Vorlesung darauf hingewiesen, dass die Geburtenraten in Deutschland, die wir seit Anfang der 1970er Jahre sehen, erhebliche Verschiebungen in der Bevölkerungsstruktur verursachen. Man spricht dann immer von der „Alterung“ der Gesellschaft (im Zusammenspiel mit den beiden anderen Faktoren Lebenserwartung und dem Wanderungssaldo). Dabei geht es um die Zunahme der älteren Menschen (absolut und relativ gesehen) und die gegenläufige Entwicklung bei den Jüngeren. Diese Prozesse laufen übrigens in unterschiedlicher Intensität in allen europäischen Staaten ab. Schauen Sie sich hierzu die folgende Abbildung an:

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Die Geburt eines Kindes als „Fallbeil“?

In der letzten Veranstaltung haben wir über das Alter der Mütter bei der Geburt ihrer Kinder gesprochen. Von besonderer Bedeutung ist dabei zum einen die Verschiebung des durchschnittlichen Alters der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes, zum anderen haben wir anhand der Daten gesehen, dass das zweite und dritte Kind relativ schnell hinterherkommt.

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Von „der“ Geburtenrate und ihrer Entwicklung unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie

Wir haben bereits intensiv gesprochen über die bisherige Geburtenentwicklung in Deutschland, dabei vor allem zum einen über die geburtenstarken Jahrgänge („Babyboomer“) sowie zum anderen der ausgeprägte Rückgang der Geburtenrate Anfang der 1970er Jahre und deren Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen. Ich hatte Sie gebeten, die beim letzten Mal noch nicht genauer besprochenen Folien zum Thema Geburtenrate anzuschauen und nachzuvollziehen. Daraus sollten Sie vor allem mitgenommen haben, dass es nicht „die“ eine Geburtenrate gibt, man muss genauer hinschauen.

Wir haben zum einen die zusammengefasste Geburtenziffer, die zur Beschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens herangezogen wird. Diese zeigt uns, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr.

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Hilfreiche Informationsquellen zur Sozialpolitik im Internet

Neben den beiden Lehrbüchern, auf die ich in meinem letzten Blog-Beitrag hingewiesen habe, möchte ich Ihnen weitere ausgewählte Informationsquellen empfehlen, wenn es um sozialpolitische Themen geht. Alle drei Quellen, die ich hier vorstelle, sind frei zugänglich im Internet.

1.) Da wäre Sozialpolitik aktuell: Das Informationsportal zur Sozialpolitik, das man unter dieser Adresse ➔ www.sozialpolitik-aktuell.de erreicht.

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