Länger besser leben. Oder doch nicht? Die Kompressions- versus Medikalisierungsthese

Wir hatten in der Vorlesung darüber gesprochen – hinsichtlich der Modellierung der Auswirkungen des demografischen Wandels im Gesundheitssystem ist es wichtig, nicht nur die quantitative Entwicklung zu kennen, also die Zahl der älteren Menschen – sondern auch Annahmen darüber zu treffen, ob die Morbidität der Menschen so bleibt, wie sie heute ist oder schlechter bzw. besser wird. Der Streit darüber, welches Szenario als plausibel anzunehmen ist, wird in der Wissenschaft entlang der Kontroverse Medikalisierungs- versus Kompressionsthese geführt.

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Die Geburt eines Kindes als „Fallbeil“?

In der letzten Veranstaltung haben wir über das Alter der Mütter bei der Geburt ihrer Kinder gesprochen. Von besonderer Bedeutung ist dabei zum einen die Verschiebung des durchschnittlichen Alters der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes, zum anderen haben wir anhand der Daten gesehen, dass das zweite und dritte Kind relativ schnell hinterherkommt.

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Bestimmungsfaktoren der demografischen Entwicklung: Von den unterschiedlichen Lebenserwartungen sowie der Zu- und Abwanderung nach bzw. aus Deutschland

Wir hatten bereits bei der Behandlung „der“ Geburtenrate gesehen, dass das gar nicht so simpel ist, wie man meinen könnte. Festzuhalten bleibt, dass es unterschiedliche Geburtenraten gibt, die Sie kennen gelernt haben. Und auch beim zweiten großen Einflussfaktor auf die demografische Entwicklung, der Lebenserwartung, wurde es dann durchaus etwas komplizierter, vor allem bei der Besprechung der unterschiedlichen Formen der Sterbetafeln.

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Von einem alternden Europa und was China mit dem Thema Geburtenrate zu tun hat

Ich hatte in der Vorlesung darauf hingewiesen, dass die Geburtenraten in Deutschland, die wir seit Anfang der 1970er Jahre sehen, erhebliche Verschiebungen in der Bevölkerungsstruktur verursachen. Man spricht dann immer von der „Alterung“ der Gesellschaft (im Zusammenspiel mit den beiden anderen Faktoren Lebenserwartung und dem Wanderungssaldo). Dabei geht es um die Zunahme der älteren Menschen (absolut und relativ gesehen) und die gegenläufige Entwicklung bei den Jüngeren. Diese Prozesse laufen übrigens in unterschiedlicher Intensität in allen europäischen Staaten ab. Schauen Sie sich hierzu die folgende Abbildung an:

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Von „der“ Geburtenrate und ihrer Entwicklung unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie

Wir haben bereits intensiv gesprochen über die bisherige Geburtenentwicklung in Deutschland, dabei vor allem zum einen über die geburtenstarken Jahrgänge („Babyboomer“) sowie zum anderen der ausgeprägte Rückgang der Geburtenrate Anfang der 1970er Jahre und deren Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen. Ich hatte Sie gebeten, die beim letzten Mal noch nicht genauer besprochenen Folien zum Thema Geburtenrate anzuschauen und nachzuvollziehen. Daraus sollten Sie vor allem mitgenommen haben, dass es nicht „die“ eine Geburtenrate gibt, man muss genauer hinschauen.

Wir haben zum einen die zusammengefasste Geburtenziffer, die zur Beschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens herangezogen wird. Diese zeigt uns, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr.

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Die Sozialpolitik ist ein weites, sehr weites Feld. Einige Anmerkungen zur Einführungsveranstaltung

Ich hatte Ihnen in der ersten Veranstaltung versucht, einen Überblick zu geben über die thematische Breite (geschweige denn Tiefe) dessen, was mit Sozialpolitik verbunden wird. Die Folien liegen Ihnen vor.

Dabei habe ich auf zwei ganz bedeutsame und hilfreiche Lehrbücher zur Sozialpolitik hingewiesen, die beide den Vorteil haben, dass Sie die als Studierende am RAC kostenlos über die Bibliothek als E-Book herunterladen können.

➔ Gerhard Bäcker/Gerhard Naegele/Reinhard Bispinck (2020): Sozialpolitik und soziale Lage in Deutschland. Ein Handbuch. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Wiesbaden 2020
➔ Jörg Althammer/Heinz Lampert/Maximilian Sommer (2021): Lehrbuch der Sozialpolitik. 10., vollständig überarbeitete Auflage, Wiesbaden 2021

Allein der Blick in das Inhaltsverzeichnis der beiden Lehrbücher verdeutlicht die thematische Breite dessen, was der Sozialpolitik zugeschrieben wird. Hinzu kommt, dass die einzelnen Bereiche dann wiederum durch eine für viele erschlagend wirkende inhaltliche Tiefe charakterisiert sind, dies auch durch die zahlreichen sozialrechtlichen Strukturierungen, die man beachten muss.

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